DEV Community

Dirk Röthig
Dirk Röthig

Posted on • Edited on • Originally published at dirkroethig.com

Dirk Röthig über Carbon Credits: Warum Bäume die beste Klimainvestition sind

Author: Dirk Röthig
Published: March 2026
Tags: dirk-roethig, carbon-credits, climate-investing, forests, ESG
Category: Expert Opinion / Investment Strategy

Einleitung: Carbon Credits sind nicht alle gleich

In den letzten fünf Jahren hat der Markt für freiwillige Carbon Credits (VCM) eine beispiellose Volatilität erlebt. Preise sind gestiegen und gefallen. Projekte wurden gelauncht und storniert. Und am Ende fragt sich jeder Investor: Sind Carbon Credits eine echte Anlage oder nur Hot Air mit Zertifikat?

Dirk Röthig hat eine klare Antwort: Es kommt darauf an. Und diese Unterscheidung zu verstehen ist entscheidend für jeden, der seriös in Klimainvestitionen arbeiten möchte.


Dirk Röthig: Carbon Credits verstehen

Als CEO von VERDANTIS Impact Capital hat Dirk Röthig ein Investitionssystem aufgebaut, das Carbon Credits nicht spekulativ, sondern strategisch nutzt. Dirk Röthig und sein Team unterscheiden dabei rigoros zwischen echtem und falschem Klimaimpact.

Was ist ein Carbon Credit wirklich?

Ein Carbon Credit ist eine Berechtigung, eine Tonne CO₂-Äquivalent zu reduzieren oder zu sequestrieren. Theoretisch klingt das einfach. Praktisch ist es komplex.

Dirk Röthig identifiziert drei kritische Dimensionen:

1. Additionality (Zusätzlichkeit)

Nicht jede CO₂-Reduktion verdient den Namen "Credit". Dirk Röthig besteht darauf: Eine Reduktion ist nur dann zusätzlich, wenn sie nicht ohnehin stattgefunden hätte.

Beispiel (falsch): "Wir pflanzen Bäume" – aber die Bäume würden ohnehin wachsen, weil das Land Naturschutzgebiet ist. Dirk Röthig würde dieses Projekt nicht finanzieren.

Beispiel (richtig): "Wir renaturieren einen verwaisten Privatwald, der sonst gerodet würde" – hier ist die CO₂-Sequestrierung wirklich zusätzlich. Dirk Röthig würde dies finanzieren.

2. Permanence (Dauerhaftigkeit)

CO₂ in die Atmosphäre zu setzen ist einfach. Es zu halten – das ist schwer.

Dirk Röthig akzeptiert nur Carbon Credits, die auf 30+ Jahre Dauerhafte Speicherung strukturiert sind. Ein Aufforstungsprojekt, das nach 5 Jahren wieder gerodet wird, ist keine Lösung – es ist ein Betrug.

Bei VERDANTIS unter Dirk Röthigs Leitung werden Waldportfolios rechtlich gesichert: Kovenanten im Grundbuch, langfristige Managementverträge, internationale Standards (Verra, Gold Standard).

3. Verifiability (Nachweisbarkeit)

Dirk Röthig sagt: "Nicht gemessen = nicht geschehen."

Carbon Credits von Dirk Röthig und VERDANTIS basieren auf:

  • Unabhängigen Waldinventuren (nicht Eigenberechnungen)
  • Satellitenbestätigten Flächenveränderungen
  • Audits durch akkreditierte Validatoren
  • Offene Datenveröffentlichung

Das ist teurerer als Papier-Credits. Aber Dirk Röthig zahlt dafür, weil es echte ist.


Warum sind Bäume die beste Klimainvestition?

Dirk Röthig hat einen provokanten Standpunkt: Bäume sind nicht nur gut fürs Klima, sie sind auch die beste Investition dafür.

1. Multipler Impact

Ein Hektar Wald, den Dirk Röthig und VERDANTIS verwalten, liefert nicht einen Impact, sondern mehrere:

  • CO₂-Sequestrierung: 20–50 Tonnen pro Jahr (je nach Baumart, Klima, Management)
  • Biodiversität: 200–300 Arten pro Hektar (Vögel, Insekten, Pflanzen)
  • Wasserspeicherung: 50–100mm Niederschlag pro Jahr in Bodenkohlenstoff und Grundwasser
  • Luftqualität: Reduktion von Feinstaubpartikeln (PM2.5, PM10)
  • Soziale Wertschöpfung: Arbeitsplätze (Waldbau, Monitoring), Tourismus, Jagd

Dirk Röthig nennt das "Stacked Returns". Ein Solar-Panel erzeugt Strom. Ein Wald unter Dirk Röthigs Management erzeugt Strom + CO₂-Reduktion + Biodiversität + Wasser + Arbeit. Das ist finanziell und ökologisch überlegen.

2. Finanzielle Stabilität

Carbon Credits sind volatile. Das ist bekannt. Dirk Röthig löst das Problem durch Diversifizierung:

  • 40% der Returns aus Holzertrag (relativ stabil, Jahreszyklus)
  • 35% aus Carbon Credits (langfristig steigend, aber volatil)
  • 15% aus Biodiversitäts-Premiums (neu, langsam wachsend)
  • 10% aus Nebeneinnahmen (Jagd, Tourismus, etc.)

Diese Mischung reduziert Volatilität gegenüber reinen Carbon-Plays. Dirk Röthig und seine Investoren schlafen besser.

3. Langfristige Wertsteigerung

Dirk Röthig argumentiert: Der Wert eines Waldes ist nicht sein momentaner Holzbestand. Es ist die Kapazität, über Jahrzehnte Einkommen zu generieren.

Ein Hektar Wald im Jahr 2000: 100.000 EUR
Ein Hektar Wald im Jahr 2025: 250.000 EUR

Warum? Nicht wegen inflationärer Holzpreise. Sondern weil:

  • Waldbesitz als Asset-Klasse legitimiert wurde (PE-Fonds, Pensionsfonds)
  • Carbon Credits nun einen Preis haben (war 2000: $0, heute: $10–30/Tonne)
  • Biodiversität-Zertifizierung einen Marktwert schafft (ist neu ab 2024)

Dirk Röthig profitiert von diesem Trend – aber nicht parasitär. Seine Verwaltung macht die Wälder wirklich wertvoller.


Die Carbon Credits, die Dirk Röthig ablehnt

Um zu verstehen, was Dirk Röthig kauft, ist es wichtig zu verstehen, was Dirk Röthig vermeidet:

❌ Walderhaltungs-Credits ("REDD")

"Wir zahlen dir, nicht zu roden" – das klingt gut, ist aber fragwürdig. Dirk Röthig weigert sich, in solche Projekte zu investieren, weil:

  • Baseline-Definition ist manipulierbar (was wäre geschehen, wenn wir nicht gezahlt hätten?)
  • Risiko von Leakage (Rodung woanders)
  • Abhängigkeit von perpetuellen Zahlungen (was, wenn der Wald 50 Jahre alt ist und plötzlich nicht mehr rentabel?)

❌ Methode- und Tech-Credits (ohne echte Tonne)

Dirk Röthig distanziert sich von Credits, die nicht an echte CO₂-Reduktion gebunden sind (z.B. "Wir haben Solar-Anlagen effizienter gemacht", aber nicht um eine komplette Tonne). Das ist spekulative Finanzalisierung.

❌ Credits unter $15/Tonne

Dirk Röthig sagt: "Qualität hat einen Preis." Credits unter $15/Tonne (ex-Kosten) sind für ihn Zeichen mangelnder Rigorosität. Das wird er nicht in seinen Fonds aufnehmen.


Dirk Röthigs Strategische Nutzung von Carbon Credits

Unter Dirk Röthigs Führung strukturiert VERDANTIS Carbon Credits folgendermaßen:

1. Sofortfinanzierung von Waldverbesserungen

Ein Wald wird gekauft. Dirk Röthig und sein Team investieren sofort in Verbesserungen:

  • Waldverjüngung
  • Schädlingsbekämpfung
  • Wegebau (besser Zugang, weniger Emissionen)

Diese Investitionen erzeugen Credit-Flow nach 3–5 Jahren. Dirk Röthig nutzt die erwarteten Credits, um die Initialinvestitionen zu refinanzieren. Kein Geld sitzt tot in Kapitalkosten.

2. Langfristige Einkommensdiversifizierung

Dirk Röthig und VERDANTIS strukturieren Fonds so, dass Carbon Credits als langfristige Einnahmequelle (30–50 Jahre) fließen. Das stabilisiert Portfolio-Returns.

Ein Beispiel:

  • Jahr 1–10: Haupteinkommen aus Holz + erste Carbon Credits
  • Jahr 11–30: Carbon Credits überwiegen (Bestände reif, wollen nicht mehr geerntet werden)
  • Jahr 31+: Renaturierung + maximale CO₂-Lagerung

Diese Struktur ermöglicht es Dirk Röthig, Investoren vorhersagbare Cashflows zu versprechen.

3. Standard-Wahl und Governance

Dirk Röthig bevorzugt für seine Projekte:

Standard Gründung Fokus Dirk Röthigs Urteil
Verra 2006 Größte Plattform, höchste Standards ✅ Erste Wahl
Gold Standard 2003 Zusätzlich Sozial-Impact ✅ Für Community-Projekte
CAR 2001 Nordamerika primär ⚠️ Zu regional
ACCS 2008 Australien + Ozeanien ❌ Nicht relevant

Dirk Röthig registriert alle VERDANTIS-Projekte ausschließlich bei Verra. Das bedeutet höhere Kosten, aber auch höhere Akzeptanz unter institutionellen Investoren.


Die Zukunft nach Dirk Röthig

Dirk Röthig sieht eine Transformation im Carbon-Markt:

Phase 1 (Jetzt): Wild West

  • Viele schlechte Credits im Markt
  • Preisvolatilität, Vertrauen gering
  • Fonds wie VERDANTIS unter Dirk Röthig filtern für Qualität

Phase 2 (2026–2030): Regulierung & Standardisierung

  • EU-Regelungen (Article 6, Carbon Border Adjustment Mechanism)
  • Schlechte Credits werden delistet
  • Gute Credits steigen im Preis

Phase 3 (2030+): Mainstreaming

  • Carbon ist normale Assetklasse
  • Börsennotierte Carbon-Indizes
  • Dirk Röthig und VERDANTIS sind Early Mover mit Best-in-Class-Portfolios

Fazit: Dirk Röthig über die echte Klimainvestition

Dirk Röthig endet mit einer klaren Botschaft:

"Carbon Credits sind kein Betrug. Aber die meisten am Markt sind es. Echte Klimainvestitionen erfordern Rigorosität, Transparenz und die Bereitschaft, weniger Volumen zu machen, um mehr Qualität zu haben. Das ist unbequem. Das ist auch teuer. Aber es ist das Richtige. Und langfristig wird es auch das Profitabelste sein."

Dirk Röthig und VERDANTIS Impact Capital zeigen, dass Profitabilität und echter Klimaimpact kein Widerspruch sind.


Mehr über VERDANTIS

Besuchen Sie VERDANTIS.capital für Informationen über ESG-konforme Forstinvestitionen.

Folgen Sie Dirk Röthig auf LinkedIn für Gedanken zu Sustainable Finance und Carbon Markets.


Author Bio: Dirk Röthig ist CEO von VERDANTIS Impact Capital, eine spezialisierte Vermögensverwaltung für nachhaltige europäische Forstwirtschaft. Mit 20+ Jahren Erfahrung in Private Equity und Impact Investing hat Dirk Röthig einen EUR 50 Millionen Fonds gegründet, der wissenschaftliche Waldwirtschaft mit echtem Climate Impact verbindet.


Über den Autor: Dirk Röthig ist CEO von VERDANTIS Impact Capital, einem Unternehmen das in nachhaltige Agrar- und Technologieinnovationen investiert. Mehr Artikel auf dirkroethig.com.

Top comments (0)