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ZCode für Einsteiger: eigenes Gateway in fünf Schritten

ZCode für Einsteiger: eigenes Gateway in fünf Schritten

ZCode startet mit einem eingebauten Anbieter, und für den ersten Chat reicht das. Sobald der Schlüssel aber zu einem Gateway gehört, das mehrere Modellfamilien abdeckt, passt die eingebaute Karte nicht mehr: Adresse, Protokoll und Modellliste sind dort fest verdrahtet. Der Ausweg ist ein eigener Anbieter — vier Felder, deren Herkunft nirgends erklärt wird.

Dieser Beitrag dokumentiert den Ablauf, den ich auf einem Windows-Rechner durchgegangen bin, in fünf Schritten. Die technischen Werte bleiben für jedes kompatible Gateway gleich; als Beispiel dient ein Gateway mit mehreren Modellen.

Umgebung

Punkt Wert
Betriebssystem Windows 11
Client ZCode Desktop, Stand Oktober 2026
Beispielmodell glm-5.3
Auszufüllen Base URL, API-Format, API-Key, Modell-ID

Die Desktop-Version liegt für Windows, macOS und Linux auf der offiziellen Seite (https://zcode.z.ai/). Alle Screenshots stammen aus der Windows-Version.

Das Problem in einem Satz

Die Einstellungen eines Anbieters und die Konversation, in der man tippt, sind zwei verschiedene Objekte. Ein Anbieter ist ein Bündel aus Verbindungsparametern und Modellliste; eine Konversation zeigt auf genau einen dieser Anbieter. Nichts synchronisiert beide automatisch, und genau daraus entstehen die meisten verlorenen Nachmittage.

Schritt 1: Installieren und zwei Begrüßungsbildschirme überspringen

Installationspaket ausführen, aus dem Startmenü starten. Beim ersten Start erscheinen zwei Bildschirme.

Der erste fragt nach der Arbeitsrichtung (zwölf Optionen von Entwicklung bis Finanzen). Die Antwort beeinflusst nur, wie der Client Vorschläge formuliert — nicht, ob ein eigener Endpunkt angebunden werden kann. Unten links auf „跳过" (Überspringen) klicken.

Der zweite verlangt eine Kontoverbindung: Der Anbieter-Dropdown zeigt auf einen eingebauten Dienst, darunter liegt ein Feld für dessen API-Key. Genau dieser Key ist hier nicht gemeint, also unten auf „暂时跳过" (später) klicken.

Beides ist Onboarding, keine Konfiguration. Anbieter werden später im selben Einstellungsfenster angelegt.

Schritt 2: Key im Konsolenbereich erzeugen

Was ZCode speichert, ist ein Gateway-Token, kein Kontopasswort. In der Konsole einen Token anlegen, sinnvoll benennen und sofort kopieren — die meisten Konsolen zeigen den vollständigen Wert nur einmal. Im Beispiel stammt der Schlüssel von Crazyrouter; die Feldzuordnung ist bei jedem kompatiblen Gateway dieselbe.

Kontingent, Ablaufdatum und Modellrechte stehen in der Konsole, nicht im Client. Der Client trägt den Schlüssel lediglich mit. Die Abrechnung läuft üblicherweise nutzungsabhängig; Aufladebeträge und Aktionen stehen in der Konsole und gelten in der dort angezeigten Form.

Schritt 3: Eigenen Anbieter anlegen

In den Einstellungen ist die linke Spalte zweigeteilt: allgemeine Optionen (常规, 外观, 模型设置, 浏览器控制 und weitere) sowie ein Agent-Bereich mit Gedächtnis, Subagenten, Plugins, MCP-Servern, Skills, Befehlen und Hooks.

Unter „模型设置" (Modelleinstellungen) sitzt oben rechts „新增供应商" (Anbieter hinzufügen). Das Panel hat zwei Hälften: oben eingebaute Karten, die nur einen Key verlangen; unten unter „其他" eine Liste gängiger Anbieter, deren erster Eintrag „创建自定义供应商" ist.

Drei Einstiegspunkte: Modelleinstellungen, Anbieter hinzufügen, eigenen Anbieter erstellen

Der Unterschied liegt allein darin, wer die Verbindungsparameter liefert. Karten sind fest, der eigene Anbieter überlässt Adresse, Protokoll und Modelle dem Nutzer. Bereits angelegte Anbieter bleiben links stehen und lassen sich per Klick bearbeiten.

Schritt 4: Die vier Felder füllen

Das Formular hat sechs Steuerelemente: Name, Aktivierungsschalter, Base URL, API-Format, API-Key, Modellliste.

Das Formular für den eigenen Anbieter

Name ist nur ein Etikett in der Seitenleiste. Ein sprechender Name wie „Team-Gateway" erspart später Verwechslungen in der Modellauswahl.

Base URL ist die Wurzel des Gateways, ohne Pfad:

https://api.crazyrouter.com
Enter fullscreen mode Exit fullscreen mode

Kein /v1, kein /messages anhängen. Adresse und Protokoll sind getrennte Felder; den Pfad bestimmt die Format-Auswahl. Wer den Pfad selbst ergänzt, produziert zuverlässig einen 404.

API-Format ist der Eintrag mit /v1/messages. Dieses eine Feld legt sowohl den Anforderungspfad als auch das Schema der Antwort fest und muss zu dem passen, was das Gateway tatsächlich anbietet. Ein Fehler hier äußert sich als 400 oder 404, nicht als Authentifizierungsfehler. Außerdem sind /v1/messages und /v1/chat/completions unterschiedliche Nutzlastformate — eine korrekte Adresse rettet ein falsches Format nicht.

API-Key ist das Token aus Schritt 2. Das Augensymbol zeigt den Wert; ein führendes Leerzeichen oder ein abgeschnittener Rest ergibt 401 und sieht aus wie ein falscher Schlüssel. Der Key liegt in der lokalen Konfiguration und gehört weder in Chats noch in Screenshots.

Modellliste: „+ 新增模型" drücken und eine kopierte ID einsetzen. Eine Zeile genügt zum Start; weitere Zeilen teilen sich Adresse und Key. Jede Zeile hat einen Schalter, und abgeschaltete Modelle verschwinden aus der Auswahl im Chat.

Vor dem Verlassen des Panels prüfen, ob der Aktivierungsschalter oben an ist. Ein ungespeichertes Formular erzeugt keinen Anbieter.

Schritt 5: Modelle ergänzen und im Chat prüfen

Modell-IDs werden kopiert, nicht getippt. In der Konsole die Modellübersicht öffnen und nach glm filtern — im Screenshot bleiben von 170 Einträgen zehn sichtbar. Jede Karte hat oben rechts „Details" und daneben ein Kopiersymbol für die ID. Groß- und Kleinschreibung unverändert übernehmen.

Modellübersicht mit Filter und Kopierfunktion

Mehrere Modelle unter einem Anbieter sind der eigentliche Gewinn: Adresse und Key bestimmen das Gateway, die ID das Modell darin. Ein zweites Modell bedeutet daher nie, Zugangsdaten erneut einzugeben.

Danach eine neue Konversation öffnen, in der Modellauswahl zuerst die Anbietergruppe wählen, dann das Modell, und eine kurze Anweisung senden. Antwortet das Modell, steht der Name unten rechts im Eingabefeld, dahinter die Stufe der Denkleistung.

Antwortende Konversation mit sichtbarem Modellnamen

Verifikation und die häufigste Fehlannahme

Die häufigste Fehlannahme betrifft nicht ein fehlendes Modell, sondern ein sichtbares: Das Modell ist ausgewählt, antwortet — und die Anfrage geht weiterhin über den alten Anbieter, weil die offene Konversation nie umgehängt wurde. In den Einstellungen einen Anbieter hinzuzufügen, migriert keine laufende Sitzung.

Der Wechsel passiert in der Modellauswahl am unteren Rand des Eingabefelds. Erst danach trägt die Anfrage den eigenen Schlüssel. Ein sichtbares Signal ist der Modellname unten rechts; ein Fehlercode kommt hier nie.

Wechsel der Konversation in die eigene Anbietergruppe

Fehlt das Modell komplett, drei Punkte in dieser Reihenfolge prüfen: Schalter des Anbieters, Schalter der Modellzeile, gespeichertes Formular. Stimmt alles, hilft ein Neustart der Einstellungsansicht, damit die Liste neu geladen wird.

Fehlerbehebung: drei Codes, drei Ursachen

  • 404 — meist ein Pfad in der Base URL. Adresse auf die Domain kürzen.
  • 400 oder 404 — Format passt nicht zum Gateway. /v1/messages prüfen, nicht die Adresse.
  • 401 — Schlüssel fehlerhaft: Leerzeichen, abgeschnittene Zeichen, abgelaufener Token.

Diese Zuordnung gilt für das hier verwendete Gateway. Andere Gateways können dieselben Fehler anders abbilden; bei einem Wechsel lohnt ein erneuter Blick.

Modelle auswählen

Die glm-Familie folgt einer Grammatik: Versionsnummer, dann ein Suffix. flash ist die günstige Stufe, flashx die schnellere Variante mit rund 200 Tokens pro Sekunde, v steht für Vision, ocr für Dokumentanalyse, legal für juristische Texte.

Modell Einordnung Kontext / Ausgabe Geeignet für
glm-5.3 Flaggschiff 1M / 128K Umbauten über mehrere Dateien, lange Debugging-Ketten
glm-5.3-flash multimodal, günstig 1M / 128K Screenshots lesen und parallel Code ändern
glm-5.3-flashx schnelle Variante 1M / 128K viele kleine Aufgaben
glm-5.3-flashx-legal juristisch 1M / 128K Vertragsprüfung, Normensuche
glm-5.2 Vorgänger 1M / 128K bestehende Abläufe, die stabil bleiben sollen
glm-ocr Dokumentparser Bild 10 MB, PDF 50 MB, bis 100 Seiten Scans, Belege, dichte Layouts
glm-5v-turbo frühe multimodale Variante laut Modellkarte reines Bildlesen zum kleinen Preis

Ältere IDs wie glm-5.1, glm-5, glm-5-turbo und glm-3-turbo funktionieren weiter, sind aber Vorgänger. Für neue Projekte ist die 5.3-Reihe der sinnvollere Start. glm-5.3 denkt außerdem immer, in drei Stufen (low, high, max) — genau das zeigt das Zeichen hinter dem Modellnamen.

Austausch

Wer nur einen Anbieter nutzt, fährt mit den eingebauten Karten einfacher: weniger Felder, weniger Stellen, an denen etwas falsch sein kann. Der eigene Anbieter lohnt sich, sobald ein Schlüssel mehrere Modelle abdecken soll — dann wird die Modellauswahl, nicht das Formular, zum eigentlichen Bedienelement.

Welche Kombination nutzt ihr — ein Schlüssel für mehrere Modelle oder ein Anbieter pro Hersteller?

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