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Christian Ahrweiler
Christian Ahrweiler

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Einen Mac mini ohne eigenen Bildschirm am iMac betreiben


Einen Mac mini ohne eigenen Bildschirm am iMac betreiben

Ein Mac mini ist kompakt, leise und leistungsfähig. Ein eigener Bildschirm ist jedoch nicht eingebaut.

Wer bereits einen iMac auf dem Schreibtisch stehen hat, kommt deshalb schnell auf eine naheliegende Idee: Warum nicht einfach den iMac als Bildschirm für den Mac mini verwenden?

Direkt funktioniert das bei modernen iMacs leider nicht. Die USB-C- und Thunderbolt-Anschlüsse des iMac sind keine Videoeingänge. Auch ein HDMI-Adapter in umgekehrter Richtung kann das Bild des Mac mini nicht auf dem iMac anzeigen.

Mit einem HDMI-Capture-Gerät und AV Monitor Pro lässt sich der iMac trotzdem als Bildschirm für den Mac mini nutzen.

Was dafür benötigt wird

Der Aufbau besteht aus:

  • einem Mac mini
  • einem iMac mit AV Monitor Pro
  • einem mit macOS kompatiblen USB-HDMI-Capture-Gerät
  • einem HDMI-Kabel
  • Tastatur und Maus oder Trackpad zur Steuerung des Mac mini

Die Verbindung sieht so aus:

Mac mini → HDMI → Capture-Gerät → USB → iMac

Das Capture-Gerät wandelt das HDMI-Signal des Mac mini in eine USB-Videoquelle um. AV Monitor Pro zeigt dieses Bild anschließend auf dem iMac an.

Tastatur und Maus werden direkt mit dem Mac mini verbunden — per USB oder Bluetooth. Das Bild erscheint auf dem iMac, die Bedienung erfolgt jedoch weiterhin direkt am Mac mini.

Warum ein HDMI-Kabel allein nicht genügt

Ein iMac besitzt zwar einen hochwertigen Bildschirm, aber keinen normalen HDMI-Eingang.

Seine USB-C-, Thunderbolt- oder Mini-DisplayPort-Anschlüsse sind bei aktuellen Modellen nicht dafür vorgesehen, das Videosignal eines anderen Geräts anzunehmen. Ein einfacher HDMI-zu-USB-C-Adapter hilft deshalb nicht.

Solche Adapter übertragen normalerweise ein Bild vom Computer zu einem externen Monitor. Sie arbeiten nicht automatisch in die entgegengesetzte Richtung.

Ein Capture-Gerät übernimmt genau diese fehlende Aufgabe: Es nimmt das HDMI-Signal auf und stellt es macOS als Videoquelle zur Verfügung.

Was ist mit dem Target Display Mode?

Einige ältere iMac-Modelle unterstützten den sogenannten Target Display Mode. Damit konnte der iMac als Bildschirm für einen anderen kompatiblen Mac verwendet werden.

Diese Funktion ist jedoch stark eingeschränkt. Laut Apple werden nur bestimmte iMac-Modelle aus den Jahren 2009 bis Mitte 2014 unterstützt. Zusätzlich müssen alte macOS-Versionen und passende Thunderbolt- oder Mini-DisplayPort-Verbindungen verwendet werden.

Mit aktuellen iMacs und modernen macOS-Versionen ist der Target Display Mode daher keine praktische Lösung mehr.

Die Verbindung über ein HDMI-Capture-Gerät ist davon unabhängig.

Den Mac mini vorbereiten

Bei der ersten Einrichtung sollte der Mac mini vorübergehend an einen normalen Monitor oder Fernseher angeschlossen werden. So lassen sich macOS, Benutzerkonto, Bluetooth-Geräte und die gewünschte Bildschirmauflösung konfigurieren.

Danach kann der Mac mini ohne eigenen Bildschirm betrieben werden.

Wichtig ist, dass Tastatur und Maus bereits gekoppelt oder per USB angeschlossen sind. AV Monitor Pro überträgt das Bild und den Ton, übernimmt aber nicht die Steuerung des Mac mini.

Falls der Mac mini nach einem Neustart kein geeignetes HDMI-Signal ausgibt, kann zusätzlich ein HDMI-Dummy-Stecker erforderlich sein. Bei einer direkten Verbindung mit einem aktiven Capture-Gerät ist das normalerweise nicht nötig, weil das Capture-Gerät bereits als angeschlossener Bildschirm erkannt wird.

Das Bild mit AV Monitor Pro anzeigen

AV Monitor Pro wurde für die unkomplizierte Anzeige von HDMI- und USB-Videoquellen entwickelt.

Die Einrichtung dauert nur wenige Schritte:

  • Den HDMI-Ausgang des Mac mini mit dem Capture-Gerät verbinden.
  • Das Capture-Gerät per USB am iMac anschließen.
  • AV Monitor Pro auf dem iMac öffnen.
  • Das Capture-Gerät als Videoquelle auswählen.
  • Bei Bedarf den zugehörigen Audioeingang auswählen.
  • Die Anzeige im Fenster oder im Vollbildmodus verwenden.

Im Vollbildmodus wirkt der iMac nahezu wie ein eigenständiger Monitor für den Mac mini. Bei Bedarf kann das Bild auch nur in einem Fenster angezeigt werden, während der iMac weiterhin für andere Aufgaben genutzt wird.

AV Monitor Pro bietet außerdem eine getrennte Auswahl von Video- und Audioquellen, eine Live-Pegelanzeige sowie eine optionale Aufnahme als H.264-Video im .mov-Format.

Ist das mit einem normalen Monitor vergleichbar?

Nicht vollständig.

Das HDMI-Signal muss vom Capture-Gerät verarbeitet und anschließend von AV Monitor Pro angezeigt werden. Dadurch entsteht eine geringe Verzögerung. Wie stark sie ausfällt, hängt vor allem vom verwendeten Capture-Gerät, der Auflösung und der Bildrate ab.

Für Administration, Server-Aufgaben, Entwicklung, Wartung oder den gelegentlichen Zugriff auf einen Mac mini ist diese Verzögerung normalerweise unproblematisch.

Für schnelle Spiele oder Anwendungen, bei denen jede Millisekunde zählt, bleibt ein direkt angeschlossener Monitor die bessere Wahl.

Auch die Auflösung des Capture-Geräts sollte geprüft werden. Die Angabe „4K Input“ bedeutet nicht automatisch, dass das Gerät 4K über USB ausgibt. Viele günstige Modelle akzeptieren zwar ein 4K-Signal, übertragen aber nur 1080p an den iMac.

Zwei Macs, ein Bildschirm

Ein iMac kann nicht ohne Weiteres als klassischer HDMI-Monitor verwendet werden. Mit einem USB-Capture-Gerät und der passenden App lässt sich sein Bildschirm dennoch für einen Mac mini nutzen.

Der Mac mini liefert das Bild über HDMI. Tastatur und Maus bleiben mit dem Mac mini verbunden. AV Monitor Pro zeigt das Videosignal auf dem iMac an — wahlweise in einem Fenster oder im Vollbildmodus.

So benötigt der Mac mini keinen zusätzlichen Bildschirm und der vorhandene iMac erhält gleichzeitig eine weitere praktische Aufgabe.

Mehr über AV Monitor Pro erfahren oder AV Monitor Pro im Mac App Store laden.

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