TL;DR
SoapUI Open Source ist kostenlos und bietet grundlegende Funktionen für SOAP- und REST-Tests. SoapUI Pro wurde eingestellt; stattdessen gibt es ReadyAPI von SmartBear, das ab 749 $ pro Benutzer/Jahr kostet. Für viele Teams ist der Funktionsumfang von ReadyAPI den Preis nicht wert. Moderne Alternativen wie Apidog schließen die wichtigsten Lücken günstiger.
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Einleitung
Wenn du SoapUI bereits nutzt, hast du vermutlich von „SoapUI Pro“ gehört und dich gefragt, ob ein Upgrade sinnvoll ist. Kurz: SoapUI Pro gibt es nicht mehr als eigenständiges Produkt. SmartBear hat es in die Plattform ReadyAPI integriert.
Der Unterschied zwischen SoapUI Open Source, dem alten SoapUI Pro und ReadyAPI ist wichtig, weil der Preissprung erheblich ist und dein Testbudget beeinflusst. Hier erfährst du, welche Features du in jeder Stufe bekommst, was ReadyAPI kostet und wann du bei Open Source bleibst, ein Upgrade machst oder auf ein anderes Tool wechselst.
SoapUI Open Source: Was du bekommst
SoapUI Open Source ist die Community-Version, kostenlos auf GitHub und soapui.org verfügbar. SmartBear pflegt sie weiterhin, aber Updates erscheinen seltener als bei ReadyAPI.
Kernfunktionen:
- WSDL/SOAP-Diensttest mit automatischer Generierung von Request-Stubs
- REST-Endpunkt-Tests
- Test-Suiten, Testfälle, Testschritte
- Groovy-Scripting für Testlogik
- Basis-Assertions: Contains, Not Contains, Response SLA, XPath Match, JsonPath Match, Script
- Eigenschaften und Datenübertragung zwischen Testschritten
- CSV DataSource (über Community-Plugin)
- CLI-Runner (
testrunner.sh) für CI/CD - HTTPS/SSL-Test
- Einfache Mock-Services
Einschränkungen:
- Kein integriertes datengesteuertes Testen mit Excel (nur per Plugin/Workaround)
- Kein Security Scanning
- Keine Abdeckungsberichte
- Keine API-Virtualisierung über Basis-Mocks hinaus
- Keine zentrale Teamverwaltung oder Reporting
- Leistungstests sind rudimentär (feste Threads, keine Ramp-Profiles)
- Keine Integration mit SmartBear-Testmanagement
Für Einzelentwickler oder kleine Teams, die SOAP-Dienste testen, reicht Open Source meist aus. Du kannst vollständige Test-Suiten ohne Kosten erstellen.
Was SoapUI Pro hinzugefügt hat (und was es ersetzt hat)
SoapUI Pro war die kommerzielle Version mit Lizenz pro Arbeitsplatz und bot:
- Vollständiges datengesteuertes Testen (Excel, Datenbanken, Grid DataSources)
- Erweiterte Berichte (HTML, PDF, JUnit)
- Abdeckungsberichte (Testabdeckung für Operationen)
- Verbesserte WSDL-Abdeckungsanalyse
- API-Virtualisierung
- Supportvertrag
SoapUI Pro wurde eingestellt und ist vollständig in ReadyAPI integriert. Wer heute SoapUI Pro sucht, wird an ReadyAPI verwiesen.
ReadyAPI: Das aktuelle kommerzielle Angebot
ReadyAPI ist die aktuelle kommerzielle API-Testplattform von SmartBear. Sie bündelt:
- SoapUI NG: Testentwicklung/-ausführung (Nachfolger von SoapUI Pro)
- LoadUI NG: Performance- und Lasttests
- TestServer: Remote-Testausführung
Einzelkomponenten sind lizenzierbar, aber das Bundle ist Standard.
ReadyAPI bietet zusätzlich zu Open Source:
- API-Sicherheits-Scanning (SQL-Injection, XSS, Fuzzing)
- Erweitertes datengesteuertes Testen (Excel, Datenbanken, Grid)
- Detaillierte HTML/PDF-Testberichte
- Abdeckungsvisualisierung (getestete vs. ungetestete Operationen)
- Zentrales Testmanagement-Dashboard
- TestServer für Remote-Ausführung
- Integration mit AlertSite, QAComplete usw.
- Priorisierter Support
ReadyAPI-Preise
SmartBear veröffentlicht keine Preise öffentlich. Basierend auf verfügbaren Infos:
- ReadyAPI startet bei ca. 749 $ pro Benutzer/Jahr (Standard)
- Enterprise-Lizenzen sind teurer und werden individuell verhandelt
- Floating-Lizenzen kosten pro Arbeitsplatz mehr
- Akademische/gemeinnützige Rabatte möglich
Für fünf Entwickler kostet das Standardpaket ca. 3.745 $ pro Jahr. Für größere Teams steigen die Kosten entsprechend.
Es gibt keine Mittelstufe zwischen kostenlos (Open Source) und kostenpflichtig (749 $+ pro Nutzer/Jahr). Diese Lücke führt dazu, dass viele Teams nach Alternativen suchen.
Wann SoapUI Open Source ausreicht
SoapUI Open Source genügt, wenn:
- Dein Team hauptsächlich SOAP testet und keine komplexen datengesteuerten Szenarien braucht
- Du keine formalen Testberichte (Compliance, Management) benötigst
- Das Team klein ist (1-3 Personen) und einfache Test-Suiten nutzt
- Du Groovy-Scripting beherrschst und kein Security Scanning brauchst
- Deine CI/CD-Pipeline
testrunner.sh(JDK erforderlich) ausführen kann
Viele nutzen SoapUI Open Source jahrelang ohne Bedarf für ReadyAPI. Die größten Probleme betreffen die Entwicklererfahrung (langsamer Start, Groovy-Abhängigkeit, keine Cloud-Synchronisierung), nicht fehlende Features.
Wann ein Upgrade auf ReadyAPI sinnvoll ist
ReadyAPI lohnt sich, wenn:
- API-Security-Scanning für die Pipeline gebraucht wird
- Du Compliance-konforme PDF-/HTML-Berichte für Auditoren brauchst
- Dein Unternehmen bereits SmartBear-Tools nutzt und Integration wünscht
- Du komplexe SOAP-Dienste testest und fortgeschrittene Excel-/Datenbank-DataSources benötigst
- Zentrale Berichterstattung über mehrere QA-Mitglieder hinweg nötig ist
- Leistungstests Kernanforderung sind und im selben Tool laufen sollen
Security-Scanning ist der wichtigste Grund für ReadyAPI. Wer automatisiertes Schwachstellen-Scanning für APIs benötigt, profitiert davon.
Wann zu einer modernen Alternative wechseln?
Für die meisten Teams decken moderne Alternativen wie Apidog die wichtigsten ReadyAPI-Funktionen zu geringeren Kosten ab.
Wechsle ganz von SoapUI, wenn:
- Das Team hauptsächlich REST-APIs entwickelt (SoapUI/ReadyAPI sind für SOAP optimiert)
- Ihr JavaScript oder Python nutzt (Groovy ist für viele hinderlich)
- Ihr Team Kollaborationsfunktionen benötigt (Echtzeit-Kollaboration, Cloud-Sync)
- Ihr Cloud-native CI/CD nutzt (kein JDK auf CI-Runner nötig; Apidog läuft via npm)
- Du die 749 $+ pro Benutzer nicht rechtfertigen kannst
Apidog als Alternative zum ReadyAPI-Upgrade
Apidog schließt die Hauptlücken, die beim Wechsel von SoapUI Open Source auftreten:
| Bedarf | SoapUI Open Source | ReadyAPI | Apidog |
|---|---|---|---|
| SOAP/WSDL-Tests | Ja | Ja | Partiell (Roh-HTTP) |
| REST-Tests | Ja | Ja | Ja |
| GraphQL/gRPC | Nein | Nein | Ja |
| Teamkollaboration | Nein | Begrenzt | Ja |
| Cloud-Synchronisierung | Nein | Ja | Ja |
| CI/CD (ohne JDK) | Nein | Nein | Ja |
| JavaScript-Scripting | Nein | Nein | Ja |
| Datengesteuerte Tests | Plugin | Ja | Ja |
| Kostenlose Version | Ja | Nein | Ja (3 Benutzer) |
| Preis pro Benutzer/Jahr | Kostenlos | 749 $+ | Niedriger als ReadyAPI |
Wenn WSDL-Autogenerierung für dich keine tägliche Notwendigkeit ist, deckt Apidog die meisten ReadyAPI-Usecases zu einem Bruchteil der Kosten ab.
Beispiel: SOAP-Request mit Apidog
POST /service HTTP/1.1
Host: api.example.com
Content-Type: text/xml; charset=utf-8
SOAPAction: "http://example.com/SomeAction"
<soapenv:Envelope xmlns:soapenv="http://schemas.xmlsoap.org/soap/envelope/" xmlns:ns="http://example.com/namespace">
<soapenv:Header/>
<soapenv:Body>
<ns:SomeRequest>
<ns:Parameter>Wert</ns:Parameter>
</ns:SomeRequest>
</soapenv:Body>
</soapenv:Envelope>
Du kannst diesen Roh-Request in Apidog anlegen, speichern und für CI/CD nutzen.
Der Hybrid-Ansatz
Viele Teams fahren zweigleisig:
- SoapUI Open Source für WSDL-Import und SOAP-Workflows
- Apidog für REST-Tests, Kollaboration und moderne CI/CD
So sparst du ReadyAPI-Lizenzkosten und behältst die WSDL-Funktionalität. Der Nachteil ist die Verwaltung von zwei Tools. Für viele lohnt sich diese Aufteilung, wenn SOAP nur ca. 20% der APIs und REST 80% ausmacht.
FAQ
Kann ich SoapUI Open Source für kommerzielle Projekte nutzen?
Ja. SoapUI Open Source steht unter Apache License 2.0 und ist kommerziell nutzbar.
Gibt es ReadyAPI kostenlos?
Nur als Testversion (meist 14 Tage). Ansonsten keine kostenlose kommerzielle Nutzung. Manche Hochschulen erhalten Rabatte oder Sonderkonditionen.
Importiert ReadyAPI SoapUI-Open-Source-Projekte?
Ja, ReadyAPI ist abwärtskompatibel zu SoapUI-Projektdateien (XML). Kein Konvertieren nötig.
Kann ich nach einem Upgrade zurück zu SoapUI Open Source?
Ja, das Format ist kompatibel. Features wie Security-Tests oder Coverage-Berichte sind in Open Source aber nicht verfügbar.
Warum wechseln Teams von SoapUI Open Source?
Die häufigsten Gründe: langsamer Start, Groovy-Scripting-Belastung, fehlende Cloud-Synchronisierung, umständliche Zusammenarbeit.
Kann Apidog SOAP-Tests ohne WSDL-Import?
Ja. Du baust den SOAP-Envelope manuell und sendest ihn als HTTP POST mit passendem Content-Type. Für bekannte Services ist das praktikabel, für neue WSDLs dauert der Einstieg länger als mit SoapUI.
Fazit:
Die Preislücke von 749 $ pro Benutzer zwischen „kostenlos“ und „kommerziell“ ist ungewöhnlich. Prüfe vor dem Kauf von ReadyAPI, ob du die Features nicht günstiger mit einer Alternative wie Apidog bekommst.
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