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100-Euro-Sparplan: Wie viel hast du nach 20 Jahren? Die ehrliche Rechnung

Die nuechterne Mathematik hinter dem Sparplan

Wer monatlich 100 Euro zur Seite legt, zahlt ueber 20 Jahre genau 24.000 Euro ein. Das ist die Basis, mehr nicht. Spannend wird es erst, wenn der Zinseszins ins Spiel kommt und das Geld in einen breit gestreuten ETF fliesst statt aufs Tagesgeldkonto.

Bei einer realistischen Durchschnittsrendite von 7 Prozent pro Jahr (vor Steuern und Inflation) landest du nach zwei Jahrzehnten bei rund 52.400 Euro. Mehr als die Haelfte davon ist reiner Zinsertrag. Rechnet man mit konservativeren 5 Prozent, sind es immerhin noch etwa 41.100 Euro. Wer hingegen 9 Prozent ansetzt, wie der MSCI World historisch lieferte, kommt sogar auf rund 66.800 Euro.

Was die Rechnung ehrlicher macht

Die Zahlen sehen verlockend aus, aber drei Faktoren knabbern am Endbetrag: Inflation, Steuern und Gebuehren. Bei 2 Prozent Teuerung pro Jahr hat dein Endkapital real nur die Kaufkraft von etwa 35.000 heutigen Euro. Die Abgeltungssteuer zieht weitere 25 Prozent vom Gewinn ab, der Sparerpauschbetrag mildert das aber spuerbar.

Trotzdem bleibt die Botschaft klar: Wer konsequent 100 Euro im Monat investieren kann, baut sich ein solides Polster auf, ohne auf grosse Sprueche oder riskante Wetten zu setzen. Wichtig sind niedrige ETF-Kosten unter 0,3 Prozent TER, ein gebuehrenfreier Broker und die Disziplin, auch bei Kursrueckgaengen weiter einzuzahlen. Genau dann wirkt der Cost-Average-Effekt am staerksten.

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