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Stanislav Tonkich
Stanislav Tonkich

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Website SEO Check: Vier typische Fehler und wie man sie vermeidet

Ein professioneller Website SEO Check kostet laut Anbieterangaben häufig 1.500 bis 5.000 Euro für kleine bis mittlere Unternehmen (Stand: Oktober 2026, bitte prüfen). Trotzdem fließt dieses Budget oft in die falschen Baustellen: Unternehmen optimieren Ladezeiten, während ihre Seiten gar nicht indexiert sind, oder investieren in neue Inhalte, obwohl bestehende Seiten bereits für relevante Suchanfragen eingeblendet werden, aber kaum Klicks erhalten. Die folgenden vier Fehler zeigen, wo SEO-Analysen typischerweise scheitern und wie sich das verhindern lässt.

Fehler 1: Indexierung wird nicht geprüft, bevor andere Maßnahmen starten

Symptom: Die Website wurde technisch überarbeitet, neue Inhalte veröffentlicht oder das Design erneuert. Trotzdem bleiben Besucherzahlen und Anfragen aus der Suche aus. In der Google Search Console tauchen Meldungen wie "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert" oder "Gefunden, zurzeit nicht indexiert" auf, manchmal auch "Blockiert durch robots.txt" oder "Ausgeschlossen durch noindex-Tag".

Ursache: Ohne Indexierung existiert die Seite für Google nicht. Weder schnelle Ladezeiten noch perfekte Texte helfen, wenn Google die Seite gar nicht in den Index aufnimmt. Häufige Gründe sind falsch gesetzte noindex-Tags, Blockaden in der robots.txt oder fehlende interne Verlinkung. Die robots.txt ist dabei kein Mittel, um Seiten aus den Suchergebnissen herauszuhalten, dafür dient der noindex-Hinweis.

Gegenmaßnahme: Die Google Search Console einrichten und den Bericht "Seitenindexierung" öffnen. Er zeigt, wie viele Seiten indexiert sind und warum andere es nicht sind. Für einzelne Seiten die URL-Prüfung nutzen: Sie zeigt, ob die Seite im Index ist, welche Canonical-URL Google gewählt hat, und erlaubt einen Live-Test der aktuellen Version samt Screenshot. Erst wenn die Indexierung steht, folgen weitere Schritte.

Fehler 2: Bestehende Chancen im Leistungsbericht werden ignoriert

Symptom: Unternehmen erstellen neue Inhalte zu Themen, für die sie bereits ranken. Gleichzeitig liegen im Leistungsbericht der Search Console Suchanfragen mit vielen Impressionen, kaum Klicks und einer Position zwischen etwa 8 und 30. Die Klickrate (CTR) bleibt im einstelligen Prozentbereich, obwohl Google die Seite für das Thema kennt.

Ursache: Die Seite wird eingeblendet, überzeugt aber nicht. Title, Einstieg oder Antwortqualität passen nicht zur Suchintention. Statt die vorhandene Seite zu überarbeiten, wird Budget in neue Artikel gesteckt, die das gleiche Thema aus anderer Perspektive behandeln. Das führt zu internen Dubletten und verschärft das Problem.

Gegenmaßnahme: Im Leistungsbericht der Search Console die Anfragen nach Impressionen sortieren und Muster suchen. Seiten mit vielen Impressionen, wenigen Klicks und mittlerer Position sind die ersten Kandidaten für Überarbeitung. Die Search Console hält diese Daten laut Google 16 Monate vor. Dort lohnt zuerst die Überarbeitung von Einstieg, Title und Antwortqualität, nicht ein neuer Artikel. Diese Vorgehensweise verhindert, dass Budget in die falsche Baustelle fließt.

Fehler 3: Veraltete oder eingestellte Werkzeuge werden weiter genutzt

Symptom: Checklisten und Anleitungen verweisen auf den Mobile-Friendly-Test von Google oder empfehlen FAQ-Markup für Rich Results. Beides führt ins Leere: Der Mobile-Friendly-Test existiert seit dem 1. Dezember 2023 nicht mehr, und FAQ-Rich-Results zeigt Google seit Mai 2026 nicht mehr an. Die Mobile-Usability-Auswertung in der Search Console und die zugehörige API wurden ebenfalls am 1. Dezember 2023 eingestellt.

Ursache: Google stellt Werkzeuge ein oder ändert die Darstellung von Rich Results, ohne dass alle Anleitungen aktualisiert werden. FAQ-Auszeichnungen waren schon vor Mai 2026 auf bekannte Behörden- und Gesundheitsseiten beschränkt. Das Markup ist nicht verboten, bringt aber keine ausklappbaren Fragen mehr in der Suche.

Gegenmaßnahme: Für mobile Nutzbarkeit PageSpeed Insights im Reiter "Mobil" starten, die Seite im Chrome-Gerätemodus (Entwicklertools) öffnen und auf einem echten Smartphone prüfen. Lighthouse in den Chrome-Entwicklertools zeigt Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO-Grundlagen, auch für die mobile Ansicht. Entscheidend ist die Gleichheit der Inhalte: Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Version. Titel, Meta-Description, Überschriften, strukturierte Daten und Bild-Alt-Texte sollten mobil und am Desktop gleich sein. Für strukturierte Daten den Rich Results Test nutzen, der JSON-LD, RDFa und Microdata unterstützt. Für kleine Unternehmensseiten sind Organization, LocalBusiness, Breadcrumb oder Article die üblichen Kandidaten.

Fehler 4: Inhaltliche Lücken werden nicht systematisch erfasst

Symptom: Die technische Prüfung zeigt keine Fehler, trotzdem bleiben Anfragen aus. Core Web Vitals sind grün, alle Seiten indexiert, strukturierte Daten korrekt. Trotzdem fehlt der Bezug zur Zielgruppe.

Ursache: Ein SEO Check prüft nicht nur Technik, sondern auch, ob die Seite die gesuchten Begriffe überhaupt aufgreift. Ein inhaltlicher Abgleich gehört zur Analyse. Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Ein Betrieb legt zehn Suchbegriffe seiner Zielgruppe fest und stellt fest, dass nur drei davon in Überschriften oder Haupttexten vorkommen. Dann liegt die Lücke bei 70 Prozent, ohne dass ein einzelner technischer Fehler schuld ist.

Gegenmaßnahme: Pro wichtiger Seite in zwei Minuten beantworten: Welche Anfrage soll die Seite bedienen? Steht die Antwort in den ersten Absätzen? Gibt es eine H1, die das Thema nennt? Hat die Seite einen eigenen Title und eine eigene Description? Zusätzlich eine Liste mit zehn bis zwanzig Suchbegriffen der Zielgruppe anlegen und prüfen, wie viele davon in Überschriften oder Haupttexten vorkommen. Hier hilft kein Tool, sondern der Blick als Leser.

Technische Grundlagen: Core Web Vitals und INP

Die Core Web Vitals gelten als bestanden, wenn das 75. Perzentil aller drei Werte im grünen Bereich liegt. Die Zielwerte nennt Google so: LCP innerhalb von 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1. INP (Interaction to Next Paint) hat am 12. März 2024 den früheren Wert FID als Core Web Vital abgelöst. INP misst, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert.

PageSpeed Insights zeigt zwei Datenarten: Felddaten aus dem Chrome User Experience Report (echte Nutzer, 28 Tage) und Labordaten aus Lighthouse (simulierter Ladevorgang). Bei Seiten mit wenig Besuchern fehlen häufig ausreichende Felddaten. Dann dienen die Labordaten als Anhaltspunkt. Die Search Console zeigt zusätzlich einen Core-Web-Vitals-Bericht, der betroffene URL-Gruppen sammelt.

Kostenlose Werkzeuge für den SEO Check

Alle Schritte lassen sich mit kostenlosen Google-Werkzeugen erledigen. Die wichtigsten sind:

  • Google Search Console: Indexierung, Suchanfragen, Sitemaps, robots.txt-Bericht, Core Web Vitals. Verfügbar und kostenlos.
  • PageSpeed Insights: Core Web Vitals (Feld- und Labordaten), Lighthouse-Auswertung. Verfügbar, ohne Anmeldung nutzbar.
  • Lighthouse: Performance, Barrierefreiheit, Best Practices, SEO-Grundlagen, auch für mobile Ansicht. Verfügbar, Open Source, in den Chrome-Entwicklertools enthalten.
  • Rich Results Test: Strukturierte Daten per URL oder Code prüfen. Verfügbar.
  • Schema Markup Validator: Syntax von Schema.org-Markup prüfen. Verfügbar.

Beim Anlegen der Search Console zwischen Domain-Property (erfasst alle Subdomains und Protokolle) und URL-Präfix-Property wählen. Die Domain-Property verlangt laut Google eine Bestätigung über einen DNS-Eintrag beim Domain-Anbieter. Die URL-Präfix-Property lässt sich auch über eine HTML-Datei, ein Meta-Tag, Google Analytics oder den Tag Manager bestätigen.

Sicherheit und Pflichtseiten

HTTPS ist heute Standard: Ohne Verschlüsselung werden Formulardaten im Klartext übertragen, und Besucher bekommen in Browsern Warnhinweise zu sehen. Qualys SSL Labs bietet mit dem SSL Server Test eine kostenlose Analyse der SSL/TLS-Konfiguration eines öffentlich erreichbaren Webservers mit Bewertung von A+ bis T.

Für Pflichtseiten gilt: Impressum und Datenschutzerklärung müssen von jeder Seite aus erreichbar sein, alle genutzten Dienste (Analyse, Schriften, Karten, Videos) genannt werden und nicht notwendige Cookies erst nach Einwilligung gesetzt werden. Das ist keine Rechtsprüfung, sondern eine Sichtkontrolle. Im Einzelfall rechtliche Anforderungen prüfen lassen.

Die Search Console enthält einen Bericht "Sicherheitsprobleme", der Hinweise darauf gibt, dass die Seite gehackt wurde oder Besucher gefährdet (Phishing, Malware, unerwünschte Software). Betroffene Seiten können in den Suchergebnissen mit Warnhinweisen versehen werden.

Weitere kostenlose Prüfdienste

Neben den Google-Werkzeugen gibt es weitere kostenlose Dienste für andere Bereiche (Stand: Oktober 2026, laut Anbieter, bitte prüfen):

  • Sucuri SiteCheck: Externer Scan auf Schadcode, bösartige Weiterleitungen, Spam, Blacklist-Status und veraltete CMS-Versionen. Kostenlos. Der Scan sieht nur, was im Browser sichtbar ist, serverseitige Hintertüren oder Schadskripte erkennt er nicht. Ergebnisse sind laut Anbieter nicht zugesichert.
  • MDN HTTP Observatory: Prüfung von HTTP-Headern und weiteren Sicherheitseinstellungen. Kostenlos, an Entwickler und Administratoren gerichtet.
  • Screaming Frog SEO Spider: Desktop-Crawler für defekte Links, Meta-Daten, XML-Sitemap-Erstellung und strukturierte Daten. Die kostenlose Version ist auf 500 URLs begrenzt. Unbegrenztes Crawlen erfordert laut Preisseite eine Lizenz für 199 Pfund pro Jahr.
  • W3C Markup Validation Service: Prüfung der HTML-Gültigkeit per URL, Datei-Upload oder eingefügtem Code. Kostenlos und quelloffen. Meldet formale Fehler im Markup, sagt aber nichts über Inhalt, Suchintention oder Rankings.

Ein grünes Ergebnis bei einem dieser Dienste heißt nur, dass der geprüfte Ausschnitt unauffällig ist. Sucuri weist selbst darauf hin, dass ein Fernscan nicht alles sieht.

Strategische Analyse neben der Technik

Ein technischer Check stellt sicher, dass Google und KI-Systeme die Seite überhaupt lesen können. Die strategische Analyse bestimmt, ob die Inhalte am Ende auch Anfragen bringen. Der Unterschied:

  • Technischer SEO-Check: Infrastruktur und Crawlability, Core Web Vitals und Ladezeit, Seite ist indexiert und mit Snippet darstellbar (Voraussetzung für Verweise in AI Overviews). Ergebnis: fehlerfreie Basis. Unternehmens-Nutzen: Risikominimierung.
  • Strategische SEO-Analyse: Marktposition und User-Intent, Themen-Autorität und Conversion-Rate, Inhalte, die Fragen klar und belegt beantworten. Ergebnis: Fahrplan für Themencluster. Unternehmens-Nutzen: Wachstum und Brand-Authority.

Fokus 2026 ist Generative Engine Optimization (GEO) und Zitierfähigkeit, Voraussetzung bleibt eine indexierte Seite.

Selbst prüfen oder Hilfe holen

Die acht Schritte lassen sich als Laie nacheinander abarbeiten. Benötigt werden ein Google-Konto, Zugriff auf die Einstellungen der Domain (oder jemanden, der diesen hat) und ein Dokument, in dem Befunde notiert werden. Die Reihenfolge folgt der Logik von außen nach innen: Erst Auffindbarkeit, dann Nachfrage, dann Tempo, Mobilgerät, Aufbau und Pflichtangaben.

Wenn die Indexierung steht, Suchanfragen im Leistungsbericht sichtbar sind und die Core Web Vitals im grünen Bereich liegen, ist die technische Basis gelegt. Dann folgt die strategische Frage: Bedienen die Inhalte die Suchintention? Sind die Antworten klar und belegt? Gibt es Themencluster oder nur einzelne Seiten?

Eine ausführliche Anleitung mit allen acht Schritten, Tabellen zu Werkzeugen und Prüfdiensten sowie einer Entscheidungshilfe für die Wahl zwischen Eigenprüfung und professionellem Audit findet sich im Originalartikel zu Website SEO Check, Analyse und Strategie. Weitere Details und Praxistipps stehen in der ausführlichen Fassung im Blog von STEP/SEEDS®.

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