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Victor Knapp
Victor Knapp

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WordPress-Wartung: Was sie wirklich kostet — und wann Sie sie sich sparen können

WordPress betreibt über 40 % aller Websites weltweit — auch sehr viele Seiten von Handwerkern, Studios und Praxen in Deutschland. Was beim Aufsetzen selten dazugesagt wird: WordPress ist kein „einmal bauen, dann läuft's"-System. Es will gewartet werden. Und diese Wartung kostet — entweder Geld oder Zeit oder (im schlimmsten Fall) beides plus eine gehackte Website.

Was bei WordPress laufend anfällt

1. Core-Updates. WordPress selbst bekommt mehrmals im Jahr größere Updates plus Sicherheits-Patches dazwischen. Die meisten laufen problemlos — aber nicht alle. Ein Major-Update kann Inkompatibilitäten mit Theme oder Plugins auslösen.

2. Plugin-Updates. Eine typische Kleinunternehmer-Website hat 15–30 Plugins: Kontaktformular, SEO, Caching, Backup, Seitenbuilder, Cookie-Banner … Jedes davon ist ein eigenes Stück Software mit eigenem Update-Zyklus. Veraltete Plugins sind der häufigste Einstiegspunkt für Angriffe auf WordPress-Seiten.

3. Theme-Updates. Auch das Design-Theme braucht Pflege. Wer ein gekauftes Theme ohne aktive Lizenz nutzt, bekommt irgendwann keine Updates mehr — und sitzt auf einer tickenden Zeitbombe.

4. Backups. Vor jedem Update braucht es ein funktionierendes Backup. „Funktionierend" heißt: Es wurde auch mal testweise wiederhergestellt.

5. Sicherheit & Monitoring. Brute-Force-Schutz, Malware-Scans, Uptime-Überwachung. Gehackte WordPress-Seiten landen schnell auf Blocklisten — dann warnt Google Besucher vor der eigenen Website.

Was das in Zahlen heißt

Realistische Kosten für professionelle WordPress-Wartung in Deutschland (Stand 2026):

Posten Typische Kosten
Wartungsvertrag Agentur 30–150 €/Monat
Premium-Plugin-Lizenzen 100–300 €/Jahr
Theme-Lizenz 60–90 €/Jahr
Hosting (ordentlich) 10–30 €/Monat
Notfall-Bereinigung nach Hack 500–2.000 € einmalig

Selbst die sparsame Variante liegt schnell bei 500–1.000 € pro Jahr — zusätzlich zum Hosting. Wer selbst wartet, zahlt stattdessen mit Zeit: realistisch 2–4 Stunden pro Monat, wenn man es ernst nimmt.

Die Alternative: Websites ohne Wartungsbedarf

Für viele kleine Unternehmen ist die ehrliche Frage: Braucht die Website überhaupt WordPress? Ein Friseursalon, eine Physiotherapie-Praxis oder ein Handwerksbetrieb mit 5–10 Seiten Inhalt braucht in der Regel:

  • ein paar gut geschriebene Seiten,
  • ein Kontakt- oder Buchungsformular,
  • schnelle Ladezeiten,
  • und die Möglichkeit, gelegentlich Texte oder Öffnungszeiten zu ändern.

Das alles geht heute mit statischen Websites plus Headless-CMS — ohne Datenbank, ohne Plugin-Zoo, ohne monatliche Sicherheits-Updates. Es gibt schlicht nichts, das gehackt oder aktualisiert werden müsste. Die Seite liegt als fertiges HTML auf einem CDN, lädt schneller als fast jede WordPress-Installation und läuft jahrelang unverändert stabil.

Inhalte pflegen die Inhaber trotzdem selbst — über ein einfaches CMS-Interface, das nur die Texte und Bilder verwaltet, nicht die ganze Technik.

Für wen WordPress trotzdem richtig ist

Fairerweise: WordPress hat seine Berechtigung. Wer einen redaktionellen Blog mit mehreren Autoren betreibt, einen WooCommerce-Shop führt oder sehr spezielle Plugin-Funktionen braucht, fährt mit WordPress gut — sofern die Wartung budgetiert ist. Das Problem ist nie WordPress selbst, sondern WordPress ohne Wartungsplan.

Fazit

Wer eine WordPress-Website betreibt, sollte Wartung als festen Kostenpunkt einplanen: 500–1.500 € pro Jahr oder mehrere Stunden Eigenleistung pro Monat. Wer diese Kosten nicht will und keine WordPress-spezifischen Funktionen braucht, sollte beim nächsten Relaunch über eine statische Website mit CMS nachdenken — weniger Technik, weniger Risiko, weniger laufende Kosten.

Wir bei acessio in Stuttgart bauen aus genau diesem Grund wartungsarme Websites für kleine Unternehmen: statisch, schnell, mit CMS für die Inhaltspflege und auf Wunsch mit Online-Buchung — ohne monatlichen Wartungsvertrag.

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