WordPress betreibt über 40 % aller Websites weltweit — auch sehr viele Seiten von Handwerkern, Studios und Praxen in Deutschland. Was beim Aufsetzen selten dazugesagt wird: WordPress ist kein „einmal bauen, dann läuft's"-System. Es will gewartet werden. Und diese Wartung kostet — entweder Geld oder Zeit oder (im schlimmsten Fall) beides plus eine gehackte Website.
Was bei WordPress laufend anfällt
1. Core-Updates. WordPress selbst bekommt mehrmals im Jahr größere Updates plus Sicherheits-Patches dazwischen. Die meisten laufen problemlos — aber nicht alle. Ein Major-Update kann Inkompatibilitäten mit Theme oder Plugins auslösen.
2. Plugin-Updates. Eine typische Kleinunternehmer-Website hat 15–30 Plugins: Kontaktformular, SEO, Caching, Backup, Seitenbuilder, Cookie-Banner … Jedes davon ist ein eigenes Stück Software mit eigenem Update-Zyklus. Veraltete Plugins sind der häufigste Einstiegspunkt für Angriffe auf WordPress-Seiten.
3. Theme-Updates. Auch das Design-Theme braucht Pflege. Wer ein gekauftes Theme ohne aktive Lizenz nutzt, bekommt irgendwann keine Updates mehr — und sitzt auf einer tickenden Zeitbombe.
4. Backups. Vor jedem Update braucht es ein funktionierendes Backup. „Funktionierend" heißt: Es wurde auch mal testweise wiederhergestellt.
5. Sicherheit & Monitoring. Brute-Force-Schutz, Malware-Scans, Uptime-Überwachung. Gehackte WordPress-Seiten landen schnell auf Blocklisten — dann warnt Google Besucher vor der eigenen Website.
Was das in Zahlen heißt
Realistische Kosten für professionelle WordPress-Wartung in Deutschland (Stand 2026):
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Wartungsvertrag Agentur | 30–150 €/Monat |
| Premium-Plugin-Lizenzen | 100–300 €/Jahr |
| Theme-Lizenz | 60–90 €/Jahr |
| Hosting (ordentlich) | 10–30 €/Monat |
| Notfall-Bereinigung nach Hack | 500–2.000 € einmalig |
Selbst die sparsame Variante liegt schnell bei 500–1.000 € pro Jahr — zusätzlich zum Hosting. Wer selbst wartet, zahlt stattdessen mit Zeit: realistisch 2–4 Stunden pro Monat, wenn man es ernst nimmt.
Die Alternative: Websites ohne Wartungsbedarf
Für viele kleine Unternehmen ist die ehrliche Frage: Braucht die Website überhaupt WordPress? Ein Friseursalon, eine Physiotherapie-Praxis oder ein Handwerksbetrieb mit 5–10 Seiten Inhalt braucht in der Regel:
- ein paar gut geschriebene Seiten,
- ein Kontakt- oder Buchungsformular,
- schnelle Ladezeiten,
- und die Möglichkeit, gelegentlich Texte oder Öffnungszeiten zu ändern.
Das alles geht heute mit statischen Websites plus Headless-CMS — ohne Datenbank, ohne Plugin-Zoo, ohne monatliche Sicherheits-Updates. Es gibt schlicht nichts, das gehackt oder aktualisiert werden müsste. Die Seite liegt als fertiges HTML auf einem CDN, lädt schneller als fast jede WordPress-Installation und läuft jahrelang unverändert stabil.
Inhalte pflegen die Inhaber trotzdem selbst — über ein einfaches CMS-Interface, das nur die Texte und Bilder verwaltet, nicht die ganze Technik.
Für wen WordPress trotzdem richtig ist
Fairerweise: WordPress hat seine Berechtigung. Wer einen redaktionellen Blog mit mehreren Autoren betreibt, einen WooCommerce-Shop führt oder sehr spezielle Plugin-Funktionen braucht, fährt mit WordPress gut — sofern die Wartung budgetiert ist. Das Problem ist nie WordPress selbst, sondern WordPress ohne Wartungsplan.
Fazit
Wer eine WordPress-Website betreibt, sollte Wartung als festen Kostenpunkt einplanen: 500–1.500 € pro Jahr oder mehrere Stunden Eigenleistung pro Monat. Wer diese Kosten nicht will und keine WordPress-spezifischen Funktionen braucht, sollte beim nächsten Relaunch über eine statische Website mit CMS nachdenken — weniger Technik, weniger Risiko, weniger laufende Kosten.
Wir bei acessio in Stuttgart bauen aus genau diesem Grund wartungsarme Websites für kleine Unternehmen: statisch, schnell, mit CMS für die Inhaltspflege und auf Wunsch mit Online-Buchung — ohne monatlichen Wartungsvertrag.
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