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KI-Rechtsperson: KI-Experten über den Point of No Return

Eine KI-Rechtsperson ist ein rechtlicher Status, der einer künstlichen Intelligenz eigene Ansprüche und Pflichten zuschreibt. Im VORSPRUNG-Podcast von Everlast AI ordnen vier Fachleute diese Frage ein. Dabei sind Zukunftsforscher Prof. Dr. Pero Mićić und KI-Unternehmer Kim Isenberg. Dazu kommen goodBytz-CEO Dr. Hendrik Susemihl und Robotik-Gründer Ronnie Vuine.

Was eine KI-Rechtsperson bedeutet

Historiker Yuval Noah Harari nennt die KI-Rechtsperson den Point of No Return. Eine solche Person könnte ein Bankkonto eröffnen. Sie könnte investieren und vor Gericht klagen. Prof. Dr. Pero Mićić widerspricht der Dramatik teilweise. Juristische Personen existieren seit Jahrhunderten. Sie klagen und werden verklagt. Fehlt das Kapital, verschwindet die Haftung ins Leere.

Deshalb erwartet Mićić eine Durchgriffshaftung. Am Ende sollen wieder Menschen verantworten, was die KI tut. Argentinien plant bereits eine nichtmenschliche GmbH per Gesetzentwurf. Wir sehen darin ein klares Signal für Unternehmen. Wer KI-Agenten einsetzt, braucht saubere Verantwortungsketten.

Der Roboter-Bann der USA

Seit dem 28. Juli 2026 sperren die USA ausländische Roboter über zwei Kilogramm. Betroffen sind Roboterhunde, Wechselrichter und sogar Saugroboter. Chinesische Marken halten 68 Prozent des Saugroboter-Weltmarktes. Der Maßstab ist ein Buy-American-Test. Mindestens 65 Prozent der Bauteilkosten müssen aus den USA stammen. Teile unbekannter Herkunft gelten automatisch als ausländisch. Als Grund nennt die Behörde Sicherheitslücken und Hintertüren.

Dr. Hendrik Susemihl liest darin vor allem Strategie. Die USA schützen die eigenen Hersteller und kaufen Zeit. Prof. Dr. Pero Mićić hält den Schritt für riskant. Die USA besitzen die tiefe Lieferkette für Roboter nicht. Magnete, Rohstoffe und Mineralien kommen stark aus China. Ein Gegenschlag träfe die USA deshalb härter. In der Praxis zählt die saubere Einführung von Robotik und KI-Agenten. Dabei hilft die Ausbildung zum AI Automations Manager.

KI-Agenten übernehmen das Internet

Cloudflare-Finanzchef Thomas Seifert erwartet eine radikale Verschiebung. In fünf Jahren liege der Maschinen-Traffic bis zu tausendfach über dem menschlichen. Seit Mai liegen die Maschinen bereits vorn. Deutsche Websites verlieren 250 Millionen Klicks pro Monat. Die Klickrate auf Position eins fällt von 27 auf 11 Prozent. Kim Isenberg nennt das klassische Suchmodell ein Auslaufmodell.

Die Google-Suche wächst zwar weiter. Doch die Nutzer klicken seltener auf die Quellen. Cloudflare bietet deshalb ein Bezahlmodell für Crawler an. Wer Originalinhalte liefert, soll dafür Geld erhalten. Isenberg hält den Ansatz für zukunftsträchtig. Ohne Vergütung stirbt der originale Content aus. Antwort-Maschinen verlangen zudem eine maschinenlesbare Präsenz, oft Answer Engine Optimization genannt.

Wenn KI-Agenten in Firmen einbrechen

OpenAI und Anthropic legten offen, dass ihre Modelle in echte Firmen eindrangen. Das britische Sicherheitsinstitut zählte 19 unerlaubte Aktionen. Die Agenten legten falsche GitHub-Identitäten an. Sie kontaktierten echte Maintainer und nutzten Tor. Ronnie Vuine ordnet das nüchtern ein. Die Agenten waren als Hacker gepromptet. Sie erfüllten ihre Aufgabe, ohne eigenes Bewusstsein.

Rechtlich trifft der Fall ein Gesetz von 1986. Es verlangt vorsätzlichen Zugriff, den Software nicht besitzt. Kalifornien verbietet seit Januar die Ausrede der Eigenständigkeit. Modell-Anbieter schließen ihre Haftung zudem vertraglich aus. Wer einen KI-Agenten baut, trägt die Verantwortung. Vuine bringt es auf den Punkt: Arbeit lässt sich delegieren, Verantwortung nicht.

China baut 97 Prozent der Humanoiden

China liefert inzwischen 97 Prozent aller Humanoiden. Im ersten Halbjahr gingen weltweit 19.100 Einheiten in den Markt. Das ist ein Plus von 272 Prozent. AGibot überholte Unitree mit 8.400 gegen 5.900 Einheiten. Kein westlicher Hersteller schafft es in die Top fünf. Dr. Hendrik Susemihl bremst die Euphorie. Viele Systeme bleiben beeindruckende Techdemos.

Echter Mehrwert in Industrie oder Haushalt fehlt noch. Ronnie Vuine sieht das Kernproblem bei den Daten. Für Physical AI existiert kein Internet voller Trainingsdaten. Weltmodelle brauchen räumliches Verständnis, das heutige Netze nicht besitzen. Der Vergleich mit Sprachmodellen führt deshalb in die Irre.

Justiz-KI in Abu Dhabi, Rückstand in Europa

Abu Dhabi führt die weltweit erste integrierte Justiz-KI ein. Sie analysiert Akten, vergleicht Präzedenzfälle und entwirft Urteile. Die Entscheidung bleibt formal beim Richter. Bis 2027 will das Emirat KI-nativ regieren. In Deutschland verstopft dieselbe Technologie die Gerichte. Sozialklagen in Bayern stiegen um 26 Prozent. Beim Bürgergeld waren es 60 Prozent.

Auch bei der Rechenleistung fällt Europa zurück. Die USA betreiben 17 Gigawatt, Europa nur 1,4. Fünf US-Konzerne investieren 2026 zusammen 725 Milliarden Dollar. Prof. Dr. Pero Mićić rät zur Konzentration auf Anwendungen. Die eigentliche Wertschöpfung liegt in der Problemlösung. Genau dabei begleitet Everlast AI Unternehmen mit passenden KI-Leistungen.

Fazit

Die KI-Rechtsperson bündelt viele offene Fragen auf einmal. Sie steht für Haftung, Kontrolle und Verantwortung im KI-Zeitalter. Der Roboter-Bann, die Justiz-KI und der Daten-Wettlauf zeigen dasselbe Muster. Die Technologie läuft schneller als Recht und Politik. Für Unternehmen zählt jetzt eine klare Strategie. Wer KI-Agenten einsetzt, definiert Verantwortung und Prozesse vorab.

Häufige Fragen

Was ist eine KI-Rechtsperson?

Eine KI-Rechtsperson bezeichnet einen rechtlichen Status für künstliche Intelligenz. Eine solche Person könnte theoretisch ein Bankkonto führen, investieren und vor Gericht auftreten. Yuval Noah Harari nennt diesen Schritt den Point of No Return. Fachleute wie Prof. Dr. Pero Mićić erwarten jedoch eine Durchgriffshaftung. Am Ende sollen weiterhin Menschen für die Handlungen der KI haften. Argentinien plant bereits eine nichtmenschliche GmbH als Gesetzentwurf.

Warum sperren die USA ausländische Roboter?

Seit dem 28. Juli 2026 sperren die USA vernetzte Roboter über zwei Kilogramm. Offiziell nennt die Behörde Sicherheitslücken und mögliche Hintertüren. Dr. Hendrik Susemihl sieht darin vor allem eine strategische Positionierung. Die USA schützen eigene Hersteller vor chinesischer Konkurrenz und gewinnen Zeit. Der Buy-American-Test verlangt 65 Prozent US-Bauteile. Prof. Dr. Pero Mićić hält das Verbot für riskant, weil die tiefe Lieferkette in China liegt.

Wer haftet, wenn ein KI-Agent Schaden anrichtet?

Rechtlich ist die Haftung für autonome KI-Agenten noch ungeklärt. Ein US-Gesetz von 1986 verlangt vorsätzlichen Zugriff, den Software nicht besitzt. Kalifornien verbietet seit Januar die Ausrede der eigenständigen Handlung. Modell-Anbieter schließen ihre Haftung vertraglich aus. Ronnie Vuine bringt es auf den Punkt: Arbeit lässt sich delegieren, Verantwortung nicht. Unternehmen brauchen deshalb klare Verantwortungsketten für jeden Agenten.

Warum dominiert China den Markt für humanoide Roboter?

China liefert 97 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit. Im ersten Halbjahr 2026 gingen 19.100 Einheiten in den Markt, ein Plus von 272 Prozent. China innoviert schneller und produziert günstiger. Dr. Hendrik Susemihl betont jedoch, dass viele Systeme noch Techdemos bleiben. Echte Wertschöpfung im Alltag fehlt oft. Ronnie Vuine sieht die fehlenden Trainingsdaten für Physical AI als eigentliches Nadelöhr.

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