Du willst eine neue Website fürs eigene Unternehmen — und stehst zwischen WordPress, Wix und Webflow. Ich erklär kurz und ehrlich, was wann passt. Kein Marketing-Gerede.
Die drei in einem Satz
- Wix — Baukasten. Drag-and-drop, alles aus einer Hand, läuft sofort.
- WordPress — Open-Source-CMS. Maximal flexibel, du brauchst aber jemanden, der's pflegt.
- Webflow — Designer-Tool im Browser. Visuell wie Wix, technisch sauber wie Code.
Für wen Wix wirklich Sinn macht
- Du machst alles selbst, hast kein Budget für einen Dienstleister.
- 1–10 Seiten, keine komplizierte Logik (kein Login-Bereich, kein Multi-Sprachen-Setup).
- Du brauchst's jetzt — Friseur, Café, kleiner Online-Shop mit 20 Produkten.
Realistische Kosten: 12–35€/Monat Hosting + Domain. Stundenaufwand bis es läuft: 8–20h (wenn du nie sowas gemacht hast).
Was schmerzt später: Du kommst nicht raus. Wix-Seiten lassen sich nicht 1:1 zu WordPress migrieren. SEO ist OK, aber nicht überragend. Performance-Mäßig okay, nicht top.
Für wen WordPress richtig ist
- Du hast einen Dienstleister/Agentur, der das langfristig pflegt.
- Du brauchst Custom-Features: Mitgliederbereich, Online-Buchung mit eigener Logik, mehrsprachig, Shop mit >50 Produkten.
- Du willst die volle Kontrolle und planbare Wechselbarkeit (Hosting/Agentur austauschbar).
Realistische Kosten: 5–25€/Monat Hosting (z.B. Webgo, All-Inkl, Hetzner) + ~300–800€/Jahr Pflege wenn extern. Einmalige Einrichtung 1.500–4.500€ bei Profi.
Was schmerzt: Updates. Wenn niemand draufschaut, wird WordPress in 6 Monaten zur Sicherheitslücke. Plugins zerschießen sich gegenseitig. Ohne Wartungsvertrag ist's Russisches Roulette.
Für wen Webflow die richtige Wahl ist
- Du willst ein gehobenes Design ohne Custom-Code, aber mit voller Kontrolle über jeden Pixel.
- Marketing/Brand-Site mit Animationen, kein klassischer Shop, kein riesiges Backend.
- Du kommst aus dem Design-/Marketing-Bereich (oder dein Dienstleister tut es).
Realistische Kosten: 18–49€/Monat Hosting (Webflow-eigen) + Domain. Einrichtung beim Profi 2.500–6.000€.
Was schmerzt: Limitierte Shop-Funktion (für >50 Produkte zu wenig), Mehrsprachen-Setup ist klobiger als bei WordPress.
Die Entscheidungstabelle
| Wenn du… | dann | weil |
|---|---|---|
| selbst basteln musst, kein Budget | Wix | sofort fertig, kein Profi nötig |
| eine Buchungs-/Mitglieder-Seite brauchst | WordPress | Plugins decken alles ab, mit Pflege |
| eine Premium-Brand-Site willst (Berater, Studio, Designer) | Webflow | sauberster Code & Animationen out-of-the-box |
| einen Shop mit >50 Produkten planst | Shopify (nicht in dieser Liste, aber hier ehrlicher) | bessere Logistik/Zahlung als WordPress-WooCommerce |
| mehrsprachig international gehen willst | WordPress | WPML/Polylang ausgereift, Webflow wackelig |
SEO im echten Vergleich (2026)
Alle drei können technisch sauber gebaut werden. Der Unterschied:
- WordPress: Mit guten Plugins (Yoast, Rank Math) + sauberem Theme = volle Kontrolle. Schlecht gemacht = SEO-Albtraum.
- Webflow: Out-of-the-box sehr sauber. Strukturierte Daten leichter zu pflegen.
- Wix: Hat sich enorm verbessert, aber Page-Speed und Custom-Schema sind weiterhin limitiert. Für lokal-SEO ausreichend, für nationale Top-Rankings im wettbewerbsintensiven Markt eher zu wenig.
Was ich Kunden meistens empfehle
Bei meinen Kunden (kleine Dienstleister & Kosmetik/Gesundheit in Stuttgart) läuft's so:
- Solo-Selbstständige mit knappem Budget: Wix.
- Kleinbetrieb mit Buchung/Mitgliedern: WordPress mit Wartungsvertrag.
- Premium-Anbieter, der ein gehobenes Auftreten braucht: Webflow oder Custom-Build (Next.js).
Es gibt keine universell richtige Antwort. Die richtige Frage ist: Wer pflegt das Ding in 2 Jahren, und was kostet das pro Monat ehrlich?
Wenn du in Stuttgart sitzt und unsicher bist, was zu deinem Setup passt: acessio.de — wir bauen Websites für kleine Unternehmen und sagen dir auch ehrlich, wenn ein Baukasten reicht.
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