Es gibt eine einfache Regel, mit der ich entscheide, was ich automatisiere, und sie hat mir mehr Zeit gespart als jedes Werkzeug: das dritte Mal.
Das erste Mal machst du eine Aufgabe einfach. Das zweite Mal merkst du, dass sie vertraut ist. Beim dritten Mal solltest du innehalten und automatisieren, denn wenn du etwas dreimal gemacht hast, machst du es fast sicher dreißigmal. Diese Wiederholung ist das Signal. Sie ist die Aufgabe, die dir leise sagt, dass sie kein Einzelfall ist.
Menschen machen das in beide Richtungen falsch. Manche automatisieren zu früh und bauen einen Tag lang ein Werkzeug für etwas, das sie nie wieder tun. Andere automatisieren zu spät und führen dieselbe fragile Abfolge monatelang von Hand aus, weil „es schneller geht, es einfach zu machen". Die Dritte-Mal-Regel liegt genau dazwischen.
Automatisierung geht auch nicht nur um Geschwindigkeit. Ein manueller Prozess, den ein müder Mensch am Ende eines langen Tages ausführt, ist ein Prozess, der auf einen Fehler wartet. Ein Skript macht jedes Mal dasselbe auf dieselbe Weise. Du kaufst nicht nur Minuten zurück, du kaufst eine ganze Kategorie menschlicher Fehler heraus.
Achte also auf das dritte Mal. Wenn eine Aufgabe wiederkommt und du dieses Flackern von „habe ich das nicht gerade erst gemacht" spürst, behandle es als To-do, nicht als Ärgernis. Dein zukünftiges Ich, das diese Aufgabe zum dreißigsten Mal ohne einen Handgriff erledigt, wird dankbar sein.
– Serguey Shinder
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