Wer einen kleinen Online-Shop plant, landet schnell bei der Grundsatzfrage: Shopify oder WooCommerce? Beide sind solide — aber sie passen zu sehr unterschiedlichen Situationen. Hier die ehrliche Entscheidungshilfe ohne Marketing-Geschwafel.
Shopify: Mietshop, alles aus einer Hand
Shopify ist ein gehostetes Komplettpaket. Du zahlst monatlich (ab ~36 €/Monat im Basic-Plan, Stand 2026) und bekommst Hosting, Updates, Sicherheit, Checkout und Support — alles inklusive.
Vorteile:
- Schnell startklar, kein technisches Setup
- Checkout ist hochoptimiert (gut für Conversion)
- Wartung übernimmt Shopify komplett
- Großes App-Ökosystem
Nachteile:
- Laufende Kosten + teils Transaktionsgebühren, wenn du nicht Shopify Payments nutzt
- Du bist im System „eingemietet" — Umzug später ist mühsam
- Anpassungen jenseits der Themes brauchen oft kostenpflichtige Apps
Passt, wenn: Du schnell verkaufen willst, dich nicht um Technik kümmern möchtest und planbare monatliche Kosten okay sind.
WooCommerce: WordPress-Plugin, dir gehört alles
WooCommerce ist ein kostenloses Plugin für WordPress. Der Shop läuft auf deinem eigenen Hosting, du hast volle Kontrolle über Daten, Design und Funktionen.
Vorteile:
- Keine monatliche Lizenzgebühr (nur Hosting, ~5–15 €/Monat)
- Volle Datenhoheit und unbegrenzte Anpassbarkeit
- Keine Transaktionsgebühren seitens der Plattform
- Riesiges Plugin-Ökosystem (oft kostenlos)
Nachteile:
- Du bist für Hosting, Updates, Backups und Sicherheit selbst verantwortlich
- Einrichtung braucht mehr technisches Know-how
- Bei Performance-Problemen musst du selbst (oder ein Dienstleister) ran
Passt, wenn: Du langfristig denkst, volle Kontrolle willst und entweder selbst technikaffin bist oder einen Dienstleister an der Hand hast.
Die ehrliche Kostenrechnung (1. Jahr, kleiner Shop)
| Posten | Shopify Basic | WooCommerce |
|---|---|---|
| Plattform/Lizenz | ~430 €/Jahr | 0 € |
| Hosting | inkl. | ~60–180 €/Jahr |
| Theme | 0–150 € | 0–80 € |
| Wesentliche Apps/Plugins | 0–300 € | 0–150 € |
| Wartungsaufwand | minimal | du oder Dienstleister |
WooCommerce ist auf dem Papier günstiger — aber nur, wenn du die Wartung selbst stemmst. Rechnest du Dienstleister-Stunden ein, gleicht sich das schnell an.
Entscheidungshilfe in einem Satz
- Wenig Zeit, kein Technikinteresse, schneller Start → Shopify
- Langfristig, volle Kontrolle, technikaffin oder mit Partner → WooCommerce
Der oft übersehene Punkt: Einbettung in deine Website
Egal welches System — der Shop steht selten allein. Er muss zu deiner Marke, deiner restlichen Website und idealerweise zu deiner Buchungs-/Kontaktstrecke passen. Genau da entscheidet sich, ob aus Besuchern Käufer werden.
Wenn du dir unsicher bist, welche Lösung zu deinem Geschäft passt — und wie der Shop sauber in eine professionelle Website eingebettet wird — lohnt ein Blick auf acessio, eine Webdesign-Agentur aus Stuttgart, die genau solche individuellen Lösungen für kleine Unternehmen baut.
Fazit
Es gibt kein „besser" — es gibt nur „passt zu dir". Shopify kauft dir Zeit und Bequemlichkeit gegen monatliche Gebühr. WooCommerce gibt dir Kontrolle und niedrigere Fixkosten gegen mehr Eigenverantwortung. Entscheide nach deiner Zeit, deinem Budget und deiner Technik-Affinität — nicht nach dem lautesten Marketing.
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