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Miriam Alonso
Miriam Alonso

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Dein LinkedIn-Profilbild wird bei 48 Pixeln entschieden, nicht auf deinem Profil

Auf deiner Profilseite wird dein Bild mit rund 400 Pixeln angezeigt. Genau da schaust du es dir an, wenn du es hochlädst.

In der Trefferliste eines Recruiters sind es etwa 48. In der Nachrichtenleiste noch weniger.

Das ist der Ort, an dem entschieden wird, ob jemand klickt, und fast niemand prüft sein Bild jemals in dieser Größe.

Was bei 48 Pixeln übrig bleibt

Etwa 2.300 Pixel insgesamt. Ein Gesicht füllt davon vielleicht die Hälfte.

Bei dieser Auflösung überträgst du keinen Gesichtsausdruck. Du überträgst eine Form und zwei, drei Farben. Alles andere, die Schärfentiefe, der interessante Raum im Hintergrund, das Lanyard von der Konferenz, wird zu Brei.

Der Test dauert zehn Sekunden: verkleinere dein Bild, bis es so groß ist wie ein Favicon. Wenn du nicht erkennst, dass da ein Mensch nach vorne schaut, erkennt es auch sonst niemand.

Die drei Fehler, die dabei sichtbar werden

Zu weit geschnitten. Der mit Abstand häufigste. Auf dem Profil sieht ein halbes Oberkörperbild entspannt aus. Bei 48 Pixeln ist dein Kopf dann zwölf Pixel groß.

Enger schneiden als sich richtig anfühlt. Kinn unten, ein bisschen Luft über dem Kopf. Es wirkt beim Hochladen zu nah, und genau deshalb funktioniert es dort, wo es zählt.

Hintergrund mit demselben Ton wie die Haare. Bei kleinen Größen ist Kontrast das Einzige, was deinen Kopf vom Hintergrund trennt. Dunkle Haare vor dunklem Regal ergeben einen Fleck.

Schau dir das Bild in Graustufen an. Hat dein Kopf eine klare Kante? Wenn nicht, hilft die Farbe auch nicht.

Nicht in die Kamera. Profilansichten und Dreiviertelblicke verschwinden bei kleinen Größen, weil zu wenig Gesichtsfläche übrig bleibt.

Warum das Bewerbungsfoto hier nicht funktioniert

Viele Leute nehmen das Foto aus der Bewerbungsmappe und laden es bei LinkedIn hoch. Das ist naheliegend und meistens falsch.

Ein Bewerbungsfoto ist auf Hochformat ausgelegt, wird groß angeschaut, auf einer PDF-Seite, einmal, von jemandem der sich Zeit nimmt. Es darf luftiger geschnitten sein und darf Umgebung enthalten.

Das LinkedIn-Bild ist quadratisch, wird winzig angeschaut, hunderte Male, von Leuten die scrollen.

Unterschiedliche Aufgaben, unterschiedlicher Schnitt. Die Lösung ist nicht, sich für eins zu entscheiden, sondern zweimal aus derselben Aufnahme zu schneiden. Kostet nichts und dauert zwei Minuten.

Für den quadratischen Schnitt reicht ein Editor im Browser. Wenn dein Ausgangsbild ordentlich ist, brauchst du keine neue Aufnahme, nur einen anderen Ausschnitt.

Ehrliche Bewertung von außen

Das eigene Gesicht kann man nicht objektiv beurteilen. Das ist keine Schwäche, das ist gut dokumentiert: wir sehen uns selbst spiegelverkehrt und bewerten Fotos von uns anders als andere Menschen es tun.

Deswegen ist "frag einen Freund" auch begrenzt hilfreich, weil Freunde freundlich sind.

Ein kostenloser Foto-Analyzer bewertet Schnitt, Kontrast und Ausrichtung mit einer Zahl von 1 bis 100. Die Zahl selbst ist weniger interessant als die Aufschlüsselung, weil sie dir sagt, welcher der drei Fehler oben bei dir zuschlägt.

Der Hintergrund ist der teuerste Teil

Wenn Schnitt und Blickrichtung stimmen und es trotzdem nicht funktioniert, liegt es fast immer am Hintergrund.

Und das ist der Punkt, an dem nachträgliches Freistellen an Grenzen stößt. Ein einzelnes Haar ist dünner als ein Pixel, das heißt, dieses Pixel enthält Haar und Hintergrund, unwiderruflich vermischt beim Auslösen. Wenn Haar und Wand denselben Farbton haben, ist die Information über die Trennung im Bild schlicht nicht enthalten, und kein Algorithmus erfindet sie zurück.

Deshalb funktioniert Hintergrundtausch bei kurzen Haaren vor glatter Wand hervorragend und bei Locken vor einem Bücherregal schlecht. Die verfügbaren Hintergründe helfen nur so weit, wie die Ausgangsdatei es zulässt.

Die billigere Lösung ist, sich beim Fotografieren einen Meter weiter von der Wand wegzustellen und eine Wand zu wählen, die sich von den Haaren abhebt.

Was ich zuerst machen würde

Den 48-Pixel-Test. Er ist kostenlos, dauert zehn Sekunden, und er entscheidet über jeden einzelnen Eindruck, den dein Profil erzeugt.

Alles andere auf dieser Liste ist Optimierung. Der Test ist Diagnose, und die meisten Leute überspringen ihn und optimieren dann das Falsche.


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