Der beste Tag im Betrieb ist ein langweiliger. Nichts piept, nichts fällt aus, die Systeme tun einfach ihre Arbeit, und alle dürfen an etwas anderes denken. Und das Merkwürdige an so einem Tag ist: niemand bemerkt ihn.
Es gibt keine Belohnung für den Ausfall, der nicht passiert ist. Kein Dankeschön für die Platte, die du eine Woche vor dem Volllaufen vergrößert hast. Keine Anerkennung für das Zertifikat, das du einen Monat zu früh erneuert hast. Das ist die stille Ungerechtigkeit guter Betriebsarbeit.
Der sichtbare Held ist der, der um drei Uhr nachts einen Produktionsausfall bekämpft. Der unsichtbare ist der, dessen sorgfältige, unspektakuläre Arbeit dafür gesorgt hat, dass es gar keinen Ausfall zu bekämpfen gab. Wir feiern den Ersten und übersehen den Zweiten, und die Anreize stehen damit genau falsch herum.
Ich habe gelernt, meine Arbeit an den Vorfällen zu messen, die nie passiert sind. Der Alarm, den ich hinzugefügt habe. Das Runbook, das ich geschrieben habe, damit der Nächste nicht improvisieren muss. Der Single Point of Failure, den ich an einem ruhigen Nachmittag still entfernt habe. Nichts davon ist eine gute Geschichte. Alles davon ist die eigentliche Arbeit.
Wenn du den Betrieb gut machst, ist deine Belohnung Stille. Die Systeme laufen, das Telefon bleibt ruhig, und die Organisation darf vergessen, dass es dich gibt. Das ist kein Mangel an Anerkennung. Das ist die Anerkennung, in der einzigen Form, in der diese Arbeit sie kennt.
– Serguey Shinder
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